Energieverbrauch

Das Potenzial zum Energiesparen ist meist enorm, bleibt leider aber oft ungenutzt. Dabei ist der Aufwand gering und eine Verhaltensänderung schmerzlos. Mit einfachen Regeln und Mitteln geht Energiesparen kinderleicht. Das schont nicht nur den Geldbeutel bei Strom- und Heizkosten, sondern auch die Umwelt.

Der Energieverbrauch (Strom und Wärme) hängt von drei Faktoren ab: den eingesetzten Geräten, der vorhandenen Technik (z.B. Heizung, Wärmedämmung) und dem eigenen Verhalten.

Im Folgenden geben wir ein paar allgemeine Tipps, wie insbesondere mit dem eigenen Verhalten Energie gespart werden kann. Detaillierte Möglichkeiten auch zu der Gerätewahl folgen auf den Unterseiten.

Mehr als ein Viertel des Stromverbrauchs eines durchschnittlichen Haushaltes in Deutschland wird durch die Unterhaltungs- und Büroelektronik verursacht: Computer, TV, Radio, Stereoanlage und so weiter. Dabei wird insbesondere auch beim Standby und im ausgeschalteten Modus Strom verbraucht! Wer konsequent alle diese Geräte in einer Steckdosenleiste mit Ein-Aus-Schalter einsteckt und bei Nichtgebrauch ausschaltet, spart schnell und einfach Strom. Alternativ kann ein "PowerSafer" eingesetzt werden, der das Endgerät im Stand-by-Modus automatisch vom Netz abschaltet. Pro Jahr können so schätzungsweise 10% der Stromkosten gespart werden.

Immer mehr Geräte des täglichen Gebrauchs laufen mit Akkus. Akkus sollte man nicht länger als nötig laden. Ist der Akku vollgeladen und bleibt noch weiter am Netz, dann kostet dies unnötig Strom, außerdem leidet die Lebensdauer eines Akkus darunter.

Etwa 20% des Stroms in einem Haushalt wird durch Kühl- und Gefriergeräte verbraucht. Hier zu Sparen lohnt sich. Stellen Sie die Geräte in eher kühleren Räumen auf und achten Sie darauf, dass die Türen immer nur so kurz wie möglich geöffnet sind. Stellen Sie den Kühlschrank und den Tiefkühler nicht unnötig kalt ein. Im Kühlschrank sind etwa 7 Grad und im Tiefkühlgerät minus 18 Grad optimal. Freistehende Geräte sollten immer mindestens 5 cm von der Wand weg stehen, damit die Luft zirkulieren kann. Stellen Sie keine heißen Speisen in den Kühlschrank, sondern lassen Sie diese zuerst auf Raumtemperatur herunterkühlen. Im Gefriergerät sollte nicht zu viel Eis ansetzen, das verringert die Effizienz. Tauen Sie das Gefriergerät daher regelmässig ab.

Über 10% des Stromverbrauchs sind auf das Wäschewaschen und Trocknen und den Geschirrspüler zurückzuführen. Der Wäschetrockner ist dabei oft der größte Stromfresser. Wenn möglich sollte die Wäsche daher an der frischen Luft getrocknet werden, das schont auch die Kleider. Wenn der Wäschetrockner dennoch verwendet wird, sollten Sie darauf achten, dass die Wäsche vorher gut geschleudert ist. Mit den heutigen Waschmitteln kann in der Regel auf die Kochwäsche verzichtet werden, 60 Grad reichen aus. Natürlich sind Spar- und Schonprogramme zu bevorzugen. Sie benötigen weniger Strom und meist auch weniger Wasser. Das gilt auch bei den Programmen der Geschirrspülmaschine. Wenn Sie über unterschiedliche Stromtarife verfügen (Tages- und Nachttarif), nutzen Sie die Geschirrspülmaschine erst zum günstigeren Tarif in der Nacht.

Weitere 10% des Stroms werden beim Kochen verbraucht. Sparen lässt sich hier etwa, indem statt eines elektrischen Herds ein Erdgasherd angeschafft wird. Dieser verursacht nur etwa die Hälfte der Energiekosten. Dasselbe gilt für einen Induktionsherd. Dieser ist ebenfalls äusserst energiesparend, da er lediglich den Topfboden erhitzt. Mit seiner Energieeffizienz kann ein Induktionsherd doppelt so schnell beispielsweise Wasser zum Kochen bringen, als ein herkömmlicher Herd. Abgesehen davon sparen Sie viel Strom, wenn Sie Wasser immer im elektrischen Wasserkocher erhitzen und erst anschließend am Herd weiterkochen. Auch immer (wenn möglich) die Töpfe mit geschlossenem Deckel verwenden. Ein Schnellkochtopf verkürzt die Kochzeit und damit auch den Energieverbrauch. Schalten Sie zudem Ihren Herd immer sofort ab, wenn Sie ihn nicht mehr benötigen. Noch günstiger ist das Erhitzten und Aufwärmen in der Mikrowelle. Beim Backen ist das Vorheizen nicht immer nötig. Zudem sollte die Backofentür nicht unnötig geöffnet werden, denn dabei gehen etwa 20 % der Energie verloren.

Wissen Sie nicht ob Ihr Stromverbrauch normal oder zu hoch ist? Oder möchten Sie wissen, wo Sie im Vergleich zum Durchschnittshaushalt stehen? Mit dem Stromspiegel für Deutschland können Sie das ganz einfach herausfinden.